Eine wiederkehrende Frage …

„Das eigentliche Problem wird sein, dem Leben der Menschen künftig einen Sinn zu geben.“ Yuval Noah Harari

So sehr ich viele Beobachtungen von Yuval Noah Harari teile – und obige im Besonderen – so sehr bedarf es eines positiven Weiterdenkens jenseits des Dataismus. Ja, sicherlich: mehr und mehr unserer Entscheidungen werden von Algorithmen beeinflusst, ja sogar getroffen. Von der Navigation über die Geldanlage bis zur Partnerfindung. Doch denken wir weiter! Wie jede Wirtschaftsepoche zuvor, bringt uns auch die Informationsökonomie Licht und Schatten. Wunderbare, wertvolle Errungenschaften wie frei verfügbares lexikalisches Wissen durch Wikipedia, unmittelbare Ergebnisse auf Suchanfragen oder Distanzen überbrückende Gespräche mit Skype. Aber sicherlich ebenso viel Negatives wie angeblich leichter zugänglicher Schrott von Kinderpornographie bis Bombenbauanleitungen.

Folglich ist die oben zitierte Herausforderung „dem Leben des Menschen künftig einen Sinn zu geben“ eigentlich gar nicht neu. Sie wird bei jedem Umbruch gestellt – gesellschaftlichen wie individuellen. Unsere Individualentwicklung wie Menschheitsentwicklung von der Stammes-, über die Agrar- und Industrieökonomie zur Informationsökonomie zeigte, dass wir neue Sinnmaßstäbe entwickeln können, um neues „Vermögen“ zu erschaffen und die Krebsgeschwüre der Vorläufer zu beschränken. Daher bin ich optimistisch. Wir werden auch mit und jenseits von Algorithmen Sinn finden!