Vom Wert einer Keule – Alte und neue Sinnmaßstäbe

Wie wertvoll ist eine Keule für Sie? Wahrscheinlich nicht sehr. Sie leben ja auch nicht mehr in der Stammesökonomie. Damals war eine massive, harte Keule jedoch sehr wertvoll, denn sie hatte das damalige „Wozu“ perfekt bedient: Verstärkung der körperlichen Kraft, mehr Macht zum Überleben und zur Dominanz und Respekt. Ein Narr, wer damals keine Keule wollte!

Mittlerweile hat sich unser „Wozu“ – eine zentrale Komponente von Sinn – ausdifferenziert. Zum Glück brauchen wir nur noch selten eine Keule zum Überleben und zum Durchsetzen unserer Interessen. Daher ist sie jetzt nicht mehr so sinnvoll und damit wertvoll. Nun werden weitere Maßstäbe an die Eigenschaft „wertvoll“ gelegt.

Kommen Sie mit auf eine faszinierende Reise durch eine kurze Geschichte der „Sinnmaßstäbe“. Erkennen Sie, wie Menschen, Organisationen, ganze Gesellschaften aufblühen konnten, weil sie sinnvoll nach neuen, erweiterten Maßstäben beurteilen. Unter anderem auf dem FONDS Kongress in Mannheim Ende Januar habe ich von alten und neuen Sinnmaßstäben erzählt. Basierend auf einer kürzlich durchgeführten Studie zu Anlagestrategien mit Sinn konnte ich den professionellen Finanzberatern im Publikum aufzeigen, welche wertvernichtenden Wahrnehmungslücken sich auftun, wenn der Wandel der Sinnmaßstäbe verschlafen wird und welche neuen Maßstäbe Kunden – in diesem Fall Anleger – heute an sinnvoll und wertvoll anlegen.