Wer Sinn sucht, muss sich auf den Weg machen.

Wie gelingt eine Transformation von Unternehmen? Was hat Sinn damit zu tun? Im Dialog erkunden Wirtschaftsprofessor Bernd Ankenbrand und Julie Linn Teigland von EY den Weg von Unternehmen zu mehr Sinnorientierung. Teil 2 eines spannenden Dialogs:

Julie Teigland: Die „Purpose Economy“ ist noch ein relativ neuer Begriff im wissenschaftlichen Diskurs. Was macht denn aus Ihrer Sicht Sinn aus? Gibt es dafür eine Art Formel?

Bernd Ankenbrand: Es gibt zumindest Zutaten, die im Zusammenspiel Sinn entstehen lassen. Etwas ist dann sinnvoll für mich, wenn es eine Zielorientierung gibt, die ich teile. Wenn ich also weiß, wozu ich etwas tue. Außerdem muss ich meine eigene Wirkung erkennen können. Und schließlich geht es um Zugehörigkeit: Sinn entsteht im Zusammenspiel und in Wechselwirkung mit anderen.
Teigland: Das deckt sich mit einer aktuellen Befragung, die das EY Beacon Institute jüngst veröffentlicht hat: Demnach ist eine große Mehrheit der befragten Führungskräfte der Meinung, dass ein starker Purpose die Mitarbeiterzufriedenheit und die Kundenloyalität signifikant steigert. Gerade in Zeiten großer Transformationen erweist sich die Suche nach Sinn als besonders dringlich. Das erleben wir auch im Kontakt mit unseren Mandanten. Manche von ihnen kommen zu uns und fragen nach unserem Rat: Frau Teigland, wir sind auf dieser Reise in Richtung Transformation. Wie gelingt das?

Ankenbrand: Wie sind Ihre Erfahrungen, wo stehen Unternehmen auf diesem Weg?

Teigland: Wenn wir das Thema bei unseren Kunden ansprechen, gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen. Da sind die, die es skeptisch sehen und lediglich einen Marketingtrend wittern. Die zweite Gruppe ist interessiert und aufgeschlossen und möchte wissen, wie sie das Thema selbst angehen und gestalten kann. Und schließlich gibt es die, die nicht überzeugt werden müssen, die den Mehrwert eines klaren Purpose sehen und verstehen. Unsere Aufgabe liegt dann vor allem darin, das jeweilige Unternehmen bei dem zu unterstützen, was wir „Purpose Lead Transformation“ nennen. Grundlage hierfür ist unsere Arbeit am EY Beacon Institute. Beacon heißt übersetzt Leuchtfeuer, Signal, es soll helfen, in einer komplexen Welt die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Ankenbrand: Dieses Vorgehen deckt sich interessanterweise mit der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Sinn. Es geht dabei nämlich um einen Gang, einen Weg, eine Reise. Wer Sinn sucht, muss sich auf den Weg machen, eine Entwicklung und auch eine gewisse Offenheit zulassen.

Das vollständige Gespräch finden Sie im Magazin „Entrepreneur“ unter diesem Link: https://www.eycom.ch/de/Publications/20161213-Entrepreneur-by-EY-Magazin-fuer-unternehmerische-Kompetenz-02-2016/download